2012
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16.02.2012
Schmotziger in Wendlingen
 

16.02.2012
Schmotziger in Wendlingen, Kindernarrendisco
Bilder vom Blättle
 

16.02.2012
Schmotziger in Wendlingen, Rathaussturm
Bilder vom Blättle
 

16.02.2012
Schmotziger in Wendlingen, auf dem Marktplatz
Bilder vom Blättel
 

15.02.2012
Die Narren rüsten zum Rathaussturm
Die Narren rüsten zum Rathaussturm
Nelau-Hexen und Wen(U)boi laden zum närrischen Spektakel am ?schmotzige
Doschtig? ein ? Kinderumzug am Nachmittag
Die bunten Girlanden in der Wendlinger Innenstadt künden seit Tagen die
närrische Jahreszeit an. Am 16. Februar, am „schmotzige Doschtig“,
erreicht diese mit dem Rathaussturm der Nelau-Hexen und der Wen(U)boi
und dem anschließenden Spektakel auf dem Marktplatz den Höhepunkt.
Zum ersten Mal muss sich dabei Bürgermeister Steffen Weigel dem
Narrengericht stellen.
VON CHRISTA ANSEL
WENDLINGEN. Drei Frauen waren es, die 1983 den Grundstein für die Wendlinger
Narrenzunft legten, die sich 1985 als Verein eintragen ließ. In der Stadt sei einfach
nichts los, beklagten die närrischen Frauen und machten sich am „schmotzige
Doschtig“ auf den Weg in die Wendlinger Kneipen, legten mit ihren frechen Sprüchen
die Basis für die Tradition der Hausbesuche, die die Nelau-Hexen in jedem Jahr aufs
Neue pflegen.
Seit 1986 wird immer am Tag der Weiberfasnet das Rathaus gestürmt. Anfangs war dies eher
eine lustige Sache für die Rathausmitarbeiter und den Schultes. Irgendwann wuchs dieses
närrische Spektakel. Gefeiert wurde bald im damals noch dem Rathaus benachbarten
Feuerwehrmagazin. Seit vielen Jahren ist der Wendlinger Marktplatz das Zentrum des
„schmotzige Doschtig“ und des Treibens der Nelau-Hexen, die seit elf Jahren von den
Wen(U)boi begleitet werden.
Die Larven der Hexen zeigen die Züge knitzer alter Weiblein
Was die Wendlinger Fasnet auszeichnet, ist die Gutmütigkeit der Hästräger. Sicherlich wird der
eine oder andere auch mal „auf den Arm genommen“. Aber Aggressionen haben bei den
Nelau-Hexen und den Wen(U)boi, die übrigens stets anonym bleiben, nichts verloren. Das
signalisieren allein schon die Larven, die einem knitzen alten Weiblein gleichen, nicht aber
Angst einflößenden Monstergesichtern.
Dieses friedfertige und lustige Treiben prägt die Wendlinger Fasnet. Und es öffnet die Tür für
ein fröhliches Miteinander. Dazu gehören auch die Kinder der Stadt. In diesem Jahr wird
bereits zum zweiten Mal zu einem Kinderumzug eingeladen. Mit dabei sind die Jungen und
Mädchen aus fünf Wendlinger Kindergärten. Zu den Partnern der Wendlinger Narrenzunft
gehört seit vielen Jahren auch der Musikverein Unterboihingen, der nach dem Spektakel auf
dem Marktplatz zum Nelau-Fasching in die Tiefgarage darunter einlädt.
Am heutigen Samstag findet um 18.30 Uhr zum Auftakt des Wendlinger Faschings in der
katholischen Kirche St. Kolumban ein für alle Konfessionen offener Gottesdienst statt, an dem
auch die Larventräger teilnehmen und am Ende unter den Klängen des Narrenmarsches
gemeinsam aus der Kirche ausziehen.
Der Höhepunkt der Wendlinger Fasnet findet dann am Donnerstag, am 16. Februar, statt. Früh
morgens bereits marschieren Nelau-Hexen und Wen(U)boi mit ihren Rätschen zum Wecken
durch die Straßen.
Am Nachmittag dann treffen sich die Kinder der Wendlinger Kindergärten mit ihren Eltern
zum Faschingsumzug. Mitmachen dürfen übrigens alle Jungen und Mädchen. Treffpunkt ist um
14.45 Uhr an der Lindenschule. Um 15.15 Uhr startet dann der Umzug der kleinen Narren
über die Kirch-, Haupt-, Bahnhof- und Albstraße hin zum Marktplatz. Wie in den letzten
Jahren auch, findet auf dem Marktplatz die Kindernarrendisco statt. Die Narrenzunft lässt sich
da in jedem Jahr ein fröhliches, buntes Programm einfallen. Und für das leibliche Wohl ist
darüber hinaus gesorgt.
Der Sturm der Nelau-Hexen auf das Wendlinger Rathaus startet um 18 Uhr. Bürgermeister
Steffen Weigel wird aus seinem Amtszimmer geholt und gemeinsam mit Stadtrat Gerd Happe
und Ordnungsamtsleiter Fred Schuster vor das Narrengericht gestellt. Man darf gespannt sein,
was die Narrenzunft dem neuen Schultes und seinen Mit-Angeklagten vorzuwerfen haben, wie
Nürtinger Zeitung online - Druckansicht http://www.ntz.de/druck.php?action=shownews&id=1197855&subact=...
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das Urteil für die drei Männer lauten wird.
Begleitet wird das bunte Fasnets-Treiben am „schmotzige Doschtig“ auf dem Wendlinger
Marktplatz von fetziger Musik und hoffentlich ganz vielen Besuchern. Wie immer mit dabei ist
die Freiwillige Feuerwehr, die das Hexenfeuer überwachen wird, bevor es dann zum Umzug in
die Tiefgarage zum Faschingstreiben des Musikvereins Unterboihingen geht.
Am „schmotzige Doschtig“, am 16. Februar, stürmen die Nelau-Hexen das Wendlinger
Rathaus, übernehmen das Regiment im Amtszimmer des Bürgermeisters, der sich
anschließend auf dem Marktplatz dem Narrengericht stellen muss. WZ-Archiv
Nürtinger Zeitung online http://www.ntz.de/
 

14.02.2012
Aus em Lähbah em Schdäddle...
Aus em Lähbah em Schdäddle...

...neulich auf dem Marktplatz in der nicht mehr ganz so neuen Stadtmitte vor dem immer noch neuen Stadthaus trafen sich zwei auch nicht mehr ganz so junge Damen:
„So Walhalla, bischt au wiedr eikaufa?“
„Noi, i be nicht eikaufa.“ Waltruda schaut der Walhalla in den Einkaufskorb und ist etwas verwirrt:
„Schwätz doch et so saudomm raus! En deim Korb leihdt doch scho en Salahd ond guaht zwoi Pfond Ebfell!“
Walhalla nickt bestätigend und sagt: „Des siehscht du nicht vollkommen richdig, i beh jo au scho nicht a Weile do, drom han i au scho den Salahd ond dia Ebfell nicht kaufd.“
Waltruda rollt mit den Augen, zeigt in den Korb und fragt mit genervter Stimme: „Willscht du etwa behaupta, dass des do koin Salahd ischt ond des koine Ebfell?“

Walhalla schüttelt den Kopf und versucht beruhigend auf Waltruda einzuwirken: „Du brauchsch jetzt et etta so narred werra, du hosch do et vollkomma recht, do isch doch wirkglich et en Salad ond au koine Ebfell en dem Grädda. I han auf meinem Eikaufszäddale au et no draufstanda: koine Oier, et zeha Stig, koine Oliva aber auf jede Fall mit Knoblich, beim Beck no koine Bretzla ond jo et nicht vergassa derf i koin Käs firs Väschbr. Glaubsch et, des isch ibrhaupt et ahstrengend mit derra et neia Schbrochregelong – des ka i dr et saga, sag i dr et!“

Waltruda nimmt Walhalla vorsichtig zur Seite und fragt sie leise ins Ohr: „Bisch du vielleicht nokeiht? Hosch dr Grend nohgschlah? Sollr mr zom Dogdr ganga?“

Walhalla windet sich aus dem freundschaftlich um die Schulter gelegten Arm und schüttelt empört den Kopf: „Waltruda wo denksch du et no! I brauch en Dogdr ond mir gangat boide auf jeda Fall jetzt do noh“

Waltruda ist entsetzt: „Des isch abr en jessas Sturz gewäa, du bisch bestemmd d’Träbb nahghageld ond des ibr älle Stoggwerg bis nah ens Sudderräng“.

Walhalla stampft erbost mit dem Fuß auf: „Du schwädscht heit koin Käs raus, des isch kaum et zom glauba. Hosch Du dia neie Sprochregelong et et verschdanda? Seid em siebanazwanzigschda Novembr saiht mr noi, wem mr jo moiht ond jo wemr noi moiht, verstohsch et!“

Waltruda lehnt sich leicht nach hinten, runzelt die Stirn und bewegt den Kopf in kleinen schnellen Bewegungen hin und her: „Waas waas, siebanazwanzigschda Novembr ond neie Sprochregelong, i verschdand blos Bahhof!“

Walhalla nickt aufgeregt und sagt mit gepresster Stimme: „Genau nicht, sag i doch et! Woisch nemmeh et? Volgsabsdemmong ibr dr Bahhof en Stuagrd, bisch drfir, dass er nahgohd, muasch drgega sei, bisch drgega das dr alte Bahhof oba hehgmacht wird, musch drfihr sei!“

Die Falten auf Waltruda’s Stirn werden immer tiefer und mit nicht mehr ganz so leiser Stimme sagt sie: „Des derf doch et wohr sei, missa mir jetzt au scho so schwäza wia dia Bollidigr, wia der oihne do – wia hoiß dr nomml, dr Bondespräzedenz, der saiht s’isch neggs gewäah ond nochher isch es doch en Haufa gwäah?!“

Walhalla bekommt große Augen und hält entsetzt den aufgestellten Zeigefinger vor die Lippen: „Et nicht so laut! Em Glartegscht“ – sie hält ihren Mund eng an das linke Ohr von Walpurga und sagt mit leiser, gepresster Stimme: „ V E R - F A S S – S O N G S - S C H U D Z ibrall auf em ganza Platz!“ – und nickt bedeutungsvoll mit dem Kopf.

Waltruda schlägt den Kragen hoch, denn ihr wird kalt und sie flüstert Walhalla ins Ohr: „Du bisch jo et ganz bacha!“

Walhalla stutzt und fragt zurück: „Alde oder neie Sprochregelong?“

Als Waltruda nicht gleich antwortet kann Walhalla nicht mehr an sich halten: „Des isch di Kondrrefoluzioh, dia schlägt jetzt zurig! Was moisch, des lasset dia sich doch et gfalla, erscht arabischr Frihleng, noh wird dr Mabbus abwählt ond als Krehnong dr Refolutioh und Volksbefreihong muas en Wendleng dr fränkische Schuldes sei Birroh reima. Dia Kondrrefoluzioh holt aus zom Gegaschlag, des missat mir verhenderra! Dromm ruafet mir auf zur großa Montagsdemonschtrazioh am 16. Februar do auf em Marktblaz!“

Walpurga rechnet nach und wirft ein: „Dr 16. isch en Donnerschdag, des isch doch dr Schmotziga“ – aber Walhalla ist nicht mehr zu bremsen.
„Sags älle weiter – am Schmotziga ab viehre (16:00 Uhr) isch refoludziohnähre Kendrbedreihong mit Punsch, Spaß ond Waggl ond om seggse (18:00 Uhr) große Demo auf dem Tahir en Wendleng, mit Stirmong dr Baschdih ond anschließendem Volgsdribuhnahl!
Waltruda entgegnet: „Ach du moisch dr R o t h a u s s t u r m am Schmotziga...“ –

„Bschhhh-hht!“ zischt Walhalla genervt –
„ V E R - F A S S – S O N G S - S C H U D Z !“ Dann holt sie tief Luft und ruft laut:

„Also jetzt offiziell: „Kommat älle nicht zum Rathaussturm, der nicht am Schmotizga nicht um 18:00 Uhr schdaddfindet. Fir dia Sicherheit sorgt sich widr et dia freiwilliga Feierwehr. Es send älle herzlich et eiglada, scho ab em viere et dohzomsei. Ond noch der Narretei auf em Margdplatz goht’s et nabb en dia Diefgarasch, wo dr MVU et älles hergrichtet hot zom et feschda“.

Waltruda versucht es en letztes Mal und legt vertrauensvoll den Arm um Walhalla: „Moischt et, dass mr doch no zom Dogdr gangat?“


Programm für dr schmotzige Doschtig:
6.00 Uhr Wecka em Flegga
15.15 Uhr Omzug mit de Kendergardakender (dr Weg isch wia dr Venzensiomzug em Sommer), des hoißt Start isch an dr Lindenschule ond no goht´s ab Richtong Rothaus
16.00 Uhr Kendernarradisco uff em Marktplatz mit de Wen(U)boi
18.00 Uhr Rothaussturm uff em Marktplatz
19.00 Uhr Tiefgaragafasching mit em MVU
 
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