2011
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09.03.2011

 

08.03.2011
Neulich, in Wendlingen auf dem Marktplatz...,
Neulich, in Wendlingen auf dem Marktplatz...,

Waltruda: So Walhalla, au widr beim Eikaufa? Walhalla: Noi, i be grad drbei ond mach do Kehrwoch! Waltruda: Wieso jezad des? Du hosch doch gar koin Besa drbrei! Walhalla: Noi, i han koin Besa drbei, abr en Eikaufskorb. Waltruda: Jetzad verschdand oimol oina die! Macht ohne Besa auf em Margdblatz Kehrwoch und des mit em Eikaufskorb! Walhalla: Sagamole, du bligsch’es heit abr au garet! Nadierlich ben i zom Eikaufa do ond et zur Kehrwoch. Waltruda: Worrom gibsch du mir no so a bleeda Antword? Walhalla: Weil Du so saubleed frogsch. Was soll I do scho macha mit em Eikaufskorb? Vielleicht brodeschdiera ond fir Freihaid ond Demergradieh demonschdriera? Waltruda: Guad das mr do drauf zom Schbrecha kommad. Mir soddad en Wendleng au so langsam auf dr Drichdr komma ond ons derra wäldweida Freihaidsbewegong ahschließa. Walhalla: Wia moischd Du jetzt dees? Soll ich mi villleicht do auf em Blatz nohschdella und schreia: Oba Bleiba, Oba Bleiba!! Waltruda: Nadierlich! Mir send doch älle mindige Birger, s’wird doch Zeid, dass mr nemme älles mit sich macha lässt! Walhalla: Ond no, was isch no, wenn mir zwoi des lang gnuag gschriea hend: No kommt am Schmotziga dr Schuldes et ra, weil er moihd, er miast oba bleiba ond Leid gangat et end Diefgarahsch, weil sich koiner rabb draud, wenn älles oba bleiba schreid! Waltruda: Jetzt ibrdreibsch amohl wiedr mahslohs. Des dend doch blos mir zwoi schreia. Walhalla: Hano, hano, du ondrschädsch abr dia Wendlengr . Wenn wir zwoi do lang gnuag schreiad, no werrad des wohl mit dr Zeit scho no meeh werra. Waltruda: Jo, do hosch recht, s’ geiht au no en Wendleng a geheerigs Widrstandsbodenziaal. Walhalla: Jo draim du noh weidr, ich glaub, des wird eher dr Herdadrieb sei, als das do d’Mehrhaid amol dr Verschdand eischalda duad. Waltruda: Sag’amol, du bisch heit abr amol widr ganz bsondrs guad drauf. Was isch denn dir ibr dr Weag glaufa, das du so saumäßig omrnanamotza duaschd ond a nix a guads Hohr läschd. Walhalla: Ha du kommsch mr grad recht, schwädsch do a domms Revoludsrzeigs drher ond mir Narra wissad edamohl, wia mr dr nägschd Schmotzig schuldrra sollad. Waltruda: Ja was, sag no, send scho älle verhafded? hemmr Mehdigs z’viel demonschdriehrd? I hans gwissd, es nemmd koi guads End. Bei onserer Obrigkaid gilt hald emmerno: Gega Demergrada hälfad blohs Soldada. Walhalla: Waltruda, Waltruda, do wird’s mir jo ganz schwindlig, wia du alles durchanandrbrengsch. Waltruda: I breng gar nigs durchanandr! Sag amol, bisch du vielleicht so naihv ond glaubsch, dr Machthabr lässt sich älles gfalla. Wenn der rausgriagd, dass sich am Schmodziga s’Volg zemmaroddet ond a revoludziehonähres Gricht häld, no machd der en kurza Brodsäss. No wird d’Fuihrwehr zwonga, mangels Wasserwerfr uffs aigene Volg zum Schbriza, abr dia kommad ed durch! Non passerann! Hasdah lah wisdah, beibiie! Walhalla: Waltruda, jetz komm doch zu dr, du bisch aber auch ganz bloich ond so hoisch auf dr Schdirn. Sag amol, dend dir auch scho seid Wocha älle Gnocha weh. Ond muaschd au ällerweil huaschda, dass es zom Erbarma isch? Waltruda: Wohär woischd jetzt du des?! Hosch du dia Seida gwegsld? Bisch du edwa auch scho IhEm ond schbioniersch mi aus? Walhalla: I han’s gwisst. Du bisch au grank, wie älle andere Narra grad au. Wia soll dees fungziohniera? En a baar Dag, am 3. März isch Schmodziger ond älla Narra send grank. I schläb mie mit meine ledschde Kräfde zom Eikaufa ond di hodsch au voll verwischt. Waltruda: Des isch egal, mir miassad älles gäba. Am 3.März hosch gsaid, isch’s so weid? No werrad dia WenUboi wahrscheinlich scho so om 16.00 Uhr s’Jongvolg aufwigla, ond om 18.00 Uhr kommad dia rote Garda ond machad dem Ondrdrigongsaberad den Garaus! Drzu geiht’s revoludziohnäre Fanfahra-Stehs vom EmVauhUh – des Volg wird sich verbridera mit dera Bolizei ond Feierwehr wird dr verhafdede Schuldes vor dem wiehtenden Mobb schizza. Ond en dr Abendschau wird verkindet werra: Wendlengen am Neggar und der Laudr, wiedr hat sich ein Volg fohn seinem Unterdricker befreiht. Auf dem zendrahlen Platz in Wendlengen hjubeld das Volg und feihert seine Freihait! Walhalla: Waltruda, du fandasiehrsch em Fiebr ond en dr Obendschau semmr scho vor a baar Johr komma. Jetzt gang hoim, leg die ins Bett ond werd wiedr gsond. Mir brauchat die ond älla andere am 3. März, Schmotziga – et vergässa, 3. März, Schmotziga, 18.00 Uhr...Waltruda: Völger herd die Signahle, auf zom ledtschda Gefächt.......
 

08.03.2011
Nelau-Hexen auf Kandidatensuche
Nelau-Hexen auf Kandidatensuche
Die Hausbesuche der Nelau-Hexen haben eine lange Tradition – Zwei Abende ist die
Narrenzunft in Häusern unterwegs
Die Wendlinger Fasnet steuert mit dem Rathaussturm und dem
Narrengericht am kommenden Donnerstag auf den Höhepunkt zu. Die
Nelau-Hexen allerdings haben da bereits eine gewaltige Marathonstrecke
hinter sich gebracht: bei Hausbesuchen sorgten sie für viel gute Laune
und verloren dabei angesichts der körperlichen Anstrengung manches
Pfund.
VON CHRISTA ANSEL
WENDLINGEN. Was jemand tun muss, um mit einem Besuch der Nelau-Hexen
beglückt zu werden, das weiß niemand wirklich. Das bleibt genauso ein Geheimnis
wie die Person, die sich unter der Larve der Nelau-Hexe versteckt. Mit der Zeit
bekommt man eine kleine Ahnung, nie aber Gewissheit über die Identität des
Maskenträgers. Und genau das ist es, was die Gaudi um die Nelau-Hexen steigert.
Der Spaß auf beiden Seiten ist groß, so lange diese Spannung erhalten bleibt.
Zwei Abende lang waren Gruppen der Nelau-Hexen am vergangenen Wochenende unterwegs
in den Stadtteilen Wendlingen und Unterboihingen. Ihren Besuch hatten die Hexen der
Wendlinger Narrenzunft zuvor sogar schriftlich angekündigt.
Seit Jahren auf der Besucherliste der Nelau-Hexen steht die Familie von Wolfgang Scheibner
in Unterboihingen. Verstärkt durch Nachbarn und Freunde wartete man am späten
Samstagabend in der Kapellenstraße auf den Einzug der Nelau-Hexen. Plötzlich stürmen sie
unüberhörbar ins Haus, Kofferradio und Rätschen sind in Aktion, Koffer, Taschen und ein
buntes Programm haben die Hexen im Schlepptau.
„Wenn d’ Leut mitmache, hen beide was davon“
Wo Hexen auf so fröhliche Kostümträger stoßen, wie dies im Haus der Scheibners der Fall
war, da ist die Stimmung von der ersten Minute an ausgelassen. Und das freut ganz
offensichtlich die Nelau-Hexen auch. „Wenn d’ Leut mitmache, hen beide was davon“,
bestätigte eine Nelau-Hexe. Und ja, es sei schon eine riesige Anstrengung, ein solcher
Auftritt. Drei Besuche schaffe man unter diesen Bedingungen höchstens an einem Tag.
Wer selbst einmal erleben konnte, wie engagiert diese Nelau-Hexen auch bei diesen
traditionellen Hausbesuchen sich ins Zeug legen, der kann sich problemlos vorstellen, welch
sportliches Marathonprogramm hier ganz nebenbei absolviert wird. Die Temperaturen unter
der Larve sind enorm, der Schweiß fließt in Strömen. Bei solch stürmischem Treiben sind
schnell mal ein paar Pfund verloren.
Aber das ist ja längst nicht alles. Die Nelau-Hexen zeigten sich auch in diesem Jahr
ausgesprochen fantasievoll. Klar, dass die Mitglieder der Narrenzunft die anstehende
Wendlinger Bürgermeisterwahl in diesem Sommer zum Programm machen und die
Lokalpolitik und ihre Macher auf den Arm nehmen. Auf ihre ganz eigene, freche Art wird
manches da hinterfragt, wird mit den Menschen Schabernack getrieben. Davon lebt die
Fasnet, und das erwarten die Zuschauer beim Hausbesuch genauso wie beim großen
öffentlichen Rathaussturm am Gründonnerstag.
Also machten sich die Nelau-Hexen bei den Hausbesuchen und angesichts der „miserablen
Kandidatenlage“ selbst auf die Suche. „BM-Assessment“ prangte unübersehbar auf den über
die Hexenkluft gestreiften weißen Hemden. Den „Wendlinger Superstar“ fanden sie allerdings
auch so nicht. Lag’s am Wunsch-Profil? Schwäbisch sollte einer sein, „fohrglieha“ sollte er
beherrschen, die „Schmiehrong“ beherrschen, „oggermenisch“ denken und vor allem ein
Ja-Sager sollte er sein.
Da fiel den Hausgästen in der Kapellenstraße das Liederraten, das Singen und Tanzen dank
närrischer Unterstützung doch schon viel leichter.
Eine Riesengaudi ist angesagt, wenn die Nelau-Hexen an zwei Tagen in Wendlingen und
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1 von 2 08.03.2011 16:04
Unterboihingen unterwegs sind bei Hausbesuchen. sel
Nürtinger Zeitung online http://www.ntz.de/
 
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