2013
Galerien auf 1 Seite Seiten: 1


14.02.2013
Lustiges Treiben auf dem Wendlinger Marktplatz an der Weiberfasent
WENDLINGEN
14.02.2013, —
Die Fasnet ist zu Grabe getragen, die siebenwöchige Fastenzeit hat begonnen. Unsere Bilder zeigen einen kleinen Nachklapp auf die Wendlinger Fasnet. Eine tolle Stimmung herrschte beim Rathaussturm. Vor allem die Kinder waren ganz begeistert davon, nicht nur einmal, sondern mehrfach
Polonaisen auf dem Marktplatz drehen zu dürfen (links). Eine Gaudi hatte auch Dekan Paul Magino.
Die Narren ließen den katholischen Pfarrer gleich ein paar Mal in verschiedene Kostüme schlüpfen: so wurde der Priester noch nie gesehen, als Teufel, Nelau‐Hexe und als Engelchen (rechts). gki
Nürtinger Zeitung: Lustiges Treiben auf dem Wendlinger Marktplatz an d... http://www.ntz.de/nachrichten/wendlingen/artikel/lustiges-treiben-auf-...1
 

10.02.2013
Bürgermeister überrascht Narrenzunft
09.02.2013, VON GABY KIEDAISCH —
Wenn das Publikum außer Rand und Band gerät und der Pfarrer wechselweise als
Engelchen und Teufelchen mitmischt
Am Donnerstag wurden allenthalben die Rathäuser gestürmt. In Wendlingen ist das nicht anders.
Nachdem die Nelauhexen das Rathaus in ihre Gewalt gebracht hatten, ging ein vergnügliches
Schauspiel mit Bürgermeister und Pfarrer auf dem Marktplatz über die Bühne. Unter dem Jubel des Publikums zeigten die Protagonisten ganz neue Seiten von sich.
Der Bürgermeister als Schlafmütze mit einer Kinderrätsche in der Hand ... WENDLINGEN. Statt Narrengericht war diesmal Showtime angesagt. Dabei mussten Bürgermeister
Weigel und Dekan Magino jede Menge Humor beweisen, was ihnen auch prächtig gelang. Sogar die Wendlinger Narrenzunft musste dies neidlos zugestehen.
Nürtinger Zeitung: Bürgermeister überrascht Narrenzunft http://www.ntz.de/nachrichten/wendlingen/artikel/buergermeister-ueber...
1 von 3 15.02.2013 10:18
... oder als Rathauschef, der mit vollen Händen das Geld an seine Untertanen verteilt (mit Wen[U]boi-Chef Lothar Schindler).
Fröstelnd hielten die vielen kleinen und großen Zuschauer auf dem Wendlinger Marktplatz durch. Auch wenn das Wetter am frühen Abend die Narrenfasnacht arg auf die Probe stellte. Ganz schön ins Schwitzen kamen dagegen die beiden Protagonisten: Für Dekan Paul Magino hatten sich die Narren ein besonderes Kostümspektakel ausgedacht, das ihn wechselweise als Engel auf Roller, Teufel und zu guter Letzt als Nelauhexe verkleidet zeigte. Gott sei Dank hat der katholische Pfarrer ein großes Herz für das narrete Fasnachtstreiben und so knöpfte sich der gestrenge Wen(U)boi‐Chef den Bürgermeister vor. Der machte den Spaß mit als Schlafkapp im Leiterwägelchen gebettet, als alternder Rollatorfahrer und als „Gößter Hoffnungsträger aller Zeiten“, wie ihn die Narrenzunft getauft hat, mit Dukatenesel an seiner Seite, der das Geld nur so mit vollen Händen hinauswirft.
Natürlich ist in der Wirklichkeit genau das Gegenteil der Fall, die Kommunen müssen streng haushalten, aber in der Fasnacht ist ja bekanntlich fast alles erlaubt.
Das Zunfthaus in Miniatur – da waren selbst die Nelauhexen baff. Und dann überraschte der Bürgermeister die Narren: In Reimen „verpackt“, von zwei Polizisten unter
einem Tuch hervorgezaubert, bekamen Wen(U)boi und Nelauhexen ihr eigenes Zunfthaus. Diese Aufgabe hatte die Narrenzunft an der letzten Fasnet dem Schultes angetragen. Da blieb selbst dem Wen(U)boi‐Chef die Spucke weg und das kommt bekanntlich nicht allzu oft vor. Ob das Zunfthaus auf immer ein Modell bleiben wird?
Nürtinger Zeitung: Bürgermeister überrascht Narrenzunft http://www.ntz.de/nachrichten/wendlingen/artikel/buergermeister-ueber...
2 von 3 15.02.2013 10:18
Dekan Paul Magino als Teufel mal auf der anderen Seite. Fotos: gki
Das Publikum kam jedenfalls voll auf seine Kosten, vor allem die kleinen und jungen Faschingsnarren, die unter Disco‐Rhythmen und Faschingsmusik auf dem Marktplatz Polonaisen drehten. Effektvoll wurde eine Nebelmaschine eingesetzt, eine Lichtshow tauchte den Marktplatz in bunte Farben, das
Hexenfeuer loderte, drum herum die stets lächelnden Nelauhexen und Wen(U)boi. Die Party wollte nicht enden und tat es auch erst viel später in der Tiefgarage, wo der Musikverein Unterboihingen wie gewohnt für Stimmung sorgte.
Nürtinger Zeitung: Bürgermeister überrascht Narrenzunft http://www.ntz.de/nachrichten/wendlingen/artikel/buergermeister-ueber...3
 

10.02.2013
Rathaussturm
Bilder vom Blättle
 

09.02.2013
Kindernarrendisco trotzte Schmuddelwetter am Schmuddelwetter am Schmotzigen Doschtig
Gestern an der Weiberfasnet ging es in der Innenstadt von Wendlingen wieder rund. Nelauhexen und Wen(U)boi boten als Narrenzunft wieder den Rahmen für die Wendlinger Fasnet. Mit dem Sturm aufs
Rathaus und mit der Übernahme des Rathauszepters gestern Abend setzten die Nelauhexen die gewohnte Ordnung außer Kraft. Trotz winterlichem Schmuddelwetter war der anschließende große Narrenspuk mit Nelauhexen und Wen(U)boi auf dem Marktplatz ein gelungenes Spektakel (wir werden noch darüber berichten). – Bereits am Nachmittag hatte die Fasnacht begonnen: Wer ein
richtiger Narr sein will, den stört kein Schneegestöber, kein Schneeregen. Obwohl der Winter noch einmal kräftig zulangte, harrten die kleinen Narren auf dem Wendlinger Marktplatz aus. Denn nur einmal im Jahr ist Kinderdisco mit Animation unter dem Freilufthimmel. Die Wen(U)boi von der
Wendlinger Narrenzunft laden traditionell zu diesem Nonstop‐Tanzen am „Schmotzigen“ ein. Während sich die Nachwuchs‐Narren mit Disco‐ und Schunkelmusik warm tanzten, wurde es ihrer erwachsenen Begleitung zwar immer kälter, dafür konnte die sich am Glühwein wärmen. Als Hardcore‐Getränk oder als Kinderpunsch fand das Warmgetränk reißenden Absatz angesichts von
Schnee und Kälte. Der Kindergarten Stadtmitte beteiligte sich wieder mit verschiedenen Aktionen am Narrentreiben. In der Stadtbücherei konnten sich Kinder in lustige Clowns, Prinzessinnen, Feen und andere Gestalten mit dem Schminkpinsel verwandeln lassen. Draußen drehte sich währenddessen das Glücksrad und wurden Snacks und Deftiges für den kleinen und großen Hunger am Stand der Narrenzunft verkauft. gki
Nürtinger Zeitung: Kindernarrendisco trotzte Schmuddelwetter am Schm... http://www.ntz.de/nachrichten/wendlingen/artikel/kindernarrendisco-tro...1
 

02.02.2013
Narren starten in die fünfte Jahreszeit
02.02.2013, VON GABY KIEDAISCH
-Narren starten in die fünfte Jahreszeit-
Am Schmotzigen Doschtig hat die Narrenzunft Wendlingen wieder das Sagen –
Kinderdisco und Rathaussturm
Mit dem Häsabstauben am 6. Januar hat die schwäbisch‐alemannische Fasnacht begonnen. In dieser Tradition stehend ist die hiesige Narrenzunft seit Wochen wieder bei Hallenveranstaltungen und Umzügen unterwegs. In Wendlingen ist der Schmotzige Doschtig mit dem Rathaussturm der
Höhepunkt der Fasnet.
Nach dem Rathaussturm am Schmotzigen Doschtig geht es wieder auf dem Marktplatz zur Sache.
WENDLINGEN. Wie aus zuverlässigen Quellen vermeldet wird, soll Bürgermeister Steffen Weigel in diesem Jahr sich nicht vor dem Narrengericht verantworten müssen. Dafür gebe es zu wenig Anlass.
Trotzdem bleibt der Schultes vom Rathaussturm nicht verschont. Also haben sich Nelau‐Hexen und Wen(U)boi, die beiden Häs und Larve tragenden Narrengruppen, etwas anderes für die Obrigkeit ausgedacht.
Heute Narrengottesdienst in der St.KolumbanKirche Wenn das Rathaus am kommenden Donnerstag von den Narren besetzt ist, die Nelau‐Hexen den Schlüssel fürs Rathaus in ihren Besitz gebracht haben und der Bürgermeister unter großem Getöse um 18 Uhr auf den Marktplatz gezerrt wird, dann bekommt er diesmal vom Klerus Beistand. Dekan Paul Magino ist Fasnet‐erprobt, sieht man ihn doch immer wieder gut gelaunt als Zuschauer beim Umzug in der Fasnetshochburg Rottenburg. Auch der Narrengottesdienst am Samstag (heute, 2. Februar, 18.30 Uhr in St. Kolumban) vor dem „Schmotzigen“ gehört schon traditionell zur Wendlinger Fasnet.
Nürtinger Zeitung: Narren starten in die fünfte Jahreszeit http://www.ntz.de/nachrichten/wendlingen/artikel/narren-starten-in-die-...
1 von 2 04.02.2013 11:13
Was die Hexen und Wen(U)boi mit Bürgermeister und Pfarrer schließlich vorhaben, das ist noch streng geheim. Nelau‐Hexen und Wen(U)boi geben sich da sehr bedeckt. Nur vage Äußerungen lassen sie sich aus der Nase ziehen, wie beispielsweise „es hat etwas mit Träumerei, Phantasie, Wundertüte zu tun“. Hört sich nicht schlecht an. Das Publikum wird übrigens auch miteinbezogen. Man darf sich also überraschen lassen und weiterspekulieren. Sicher ist nur, dass die Stimmung auf dem Marktplatz mit Hexentänzen, Hexenfeuer und Musik vom Musikverein Unterboihingen wieder kräftig angefeuert wird.
Gestern haben die berühmt‐berüchtigten Hausbesuche der Nelau‐Hexen begonnen. Diesmal steht den Hexen wieder ein Mammutprogramm bevor: 30 Hausbesuche an drei Abenden, da bleibt garantiert kein Auge trocken. Heute geht es dann schon wieder zum nächsten Termin, zum Umzug und zur
Hallenfeier nach Reichenbach. Während die Hexen auch heute in verschiedenen Häusern gepflegt Angst und Schrecken verbreiten, gehen die Wen(U)boi auf Kneipentour, am kommenden Samstag sind dann die Wendlinger Geschäfte an der Reihe und erhalten von den Narren Besuch. Am
darauffolgenden Rosenmontag werden sie dann schon sehnsüchtig im MiT, dem Bürgertreff erwartet. Dazwischen geht es immer wieder zu weiteren Faschingsumzügen und Hallenfeiern in die Umgebung wie zum Beispiel nach Deckenpfronn, Rottenburg, Frickenhausen oder zur Narrenzunft nach Raidwangen.
Aus gegebenem Anlass fällt in diesem Jahr das Wecken der Bevölkerung am Donnerstag, 7. Februar, aus. Umso mehr freuen sich Hexen und Wen(U)boi auf die hoffentlich vielen verkleideten Kinder um 16 Uhr zur traditionellen Kindernarrendisco auf dem Marktplatz. Nach dem Rathaussturm geht es dann wie immer in die Rathaus‐Tiefgarage zum Schwofen mit dem Musikverein Unterboihingen. Im nächsten Jahr gibt es dann auch wieder einen Kinderumzug.
Die österreichische Partnerschaftsgemeinde Millstatt hat übrigens in diesem Jahr ein Jubiläum: 20 Jahre Millstätter Narrenparlament. Vertreter der Wendlinger Narrenzunft waren vergangenes Wochenende zur Prunksitzung eingeladen, die vom österreichischen Fernsehen übertragen wurde. In drei Jahren, 2016, soll in Millstatt ein großer Faschingsumzug stattfinden, zu dem Narrenzunftgruppen aus ganz Österreich und Deutschland erwartet werden. Die Wendlinger Narrenzunft darf da nicht fehlen.
 

21.01.2013
S’bleibd nix wias isch
S’bleibd nix wias isch

Vor kurzem trafen sich zwei schon ein ganz kleines bisschen in die Jahre gekommenen Damen auf dem Markt. Die Kenner der Wendlinger Fasnet wissen, wer sich da trifft. Richtig es sind Waltruda und Walhalla, die sich jeden Samstag auf dem Markt treffen, um sich über Gott und die Welt auszutauschen.
Waltruda: „So, demr au eikaufa“
Walhalla: „I kauf do nix meh. Woisch, des frische Zeigs do, des hebt jo et lang gnuag. Mei Personall Sirwaifltrainer hot gsaidt, mer sodd bloos no Konserfa kaufa, dia send beim Bigg Bänng oifach gschickdr fir dei Personall Sedding ond au fir die Gloubl Ähria Logischdig“.
Waltruda: „Du schwätschd heit, also ob du ebbes schlechts zu dir gnomma häbescht.“
Walhalla: „Du hoscht hald no et älles kabiert. Stell dir oifach amol vor, glei nochher goht dia Wäld onder. Was machscht Du no? Genau! Du machscht en Notschdard mit deim Bähsa. Ond was basierd no? Richtig! Deine subber frische Sacha werrad fom Flugwind aus deim Eikaufskorb rausbloßa ond dia Weld onder dir wird begligt mit oinzelne Salladblädla, gelba Riabla, Schbinadfäzla, henige Oir ond...? Fählt no ebbes?
Waltruda: „A Päckle hald-dei-Gosch“.
Wallhalla: „Guad, no fällt des Päckle hald-dei-Gosch au no aus daim Korb raus. Ond was isch des Päckle Halt-dei Gosch“?
Waltruda: „Des send Tabledda ond dia helfat bei akutem Sau-domm-Rausschwätza“. Walhalla: „Des häd I mir doch glei denka kenna, dass Du bei der hoch drammatischa Lage weldweit nix, aber ibrhaupt gar gar nix verschdanda hosch“.
Waltruda: „Du hosch recht, den vo dir veriebdr Sprochieberfall hot mei Hirn fascht zur Verzweiflong drieba. Was isch denn schowiedr los, dass Du etamol a gscheids Essa eikaufsch.“
Walhalla: „Hosch Du nix ghert vom Maja-Kalendr ond vom 21.12.2012.“ Des isch a ganz arg wichtiges Dadum fir älle Menscha auf der Welt, sogar fir die.
Waltruda: „Doch, i han do irgendebbes ghert und a deim wichitga Dadum ischt dia Weld n i c h t onderganga. Jetzt bischt sprachlos!“
Walhalla: „I be mir garet so sicher, dass dia Weld no stoht. Woisch, des ka au deischa. Vielleicht isch des so schnell bassiert, dass es koiner gmerkt hot.
Waltruda: „Du bischt jo net ganz bacha. Dia Weld, auf derra mir lebat, isch et he, soviell stoht fescht. Guck de doch om, send dia Leit do älle Ailihens oder Leit, dia bloß dem Schei(n) do send ond bloß zom Schei eikaufat: Scheisalat, Schei-Gmiaß, Scheibrot, Scheikäs, Scheioir ond ond ond. Woisch Walhalla, nach langer reiflicher Iberlegong komm i zu dem Schluss, dass dia Weld garet onderganga isch.
Walhalla: „Vielleicht hot der Meteorit Verschbätong oder dia Aihliens hand nomml tanka missa oder hot des Navvi vo denne flasch ahzoigt . Des hot alles ganz gwies en tiefera Sinn.“
Waltruda: „Noi, des glaub’ i et. Wenn d’Welt ondergoht, no isch älles, was auf derra Welt läbt inglusife deine Blechbixa mit oim Schlag he, guat vielleicht au erscht mit zwoi Schläg. Do drnoch send also au älle Konserva ond anderer Bixagruscht so was vo he, dass du den Inhalt vo dene Bixa nemme essa kannscht. Ond nota bene – du wärscht jo au he.
Wenn d’Welt aber in der nägschtta Zeit ibrhaubt et ondergoht, brauch I also koine Bixa kaufa. Stell Dir ammol vor, dr EmvauU däht am Schmotziga Bixagruscht warm macha ond verkaufa. Des gäb gwieß en Volksaufstand allererschta Giete“.
Walhalla: „Schmotziga? Do hann i no garet driebr nochdenkt. Geihts dees Johr au en Schmotziga, obwohl an dem Dag vielleicht die Weld ondergoht? Oder mir erscht do am Schmotziga merkat, dass dia Welt scho längst onderganga ischt? “.
Waltruda: „Also jetzat be i erscht amol froh, dass mir zwoi endlich auf den Schmotziga zum Sprecha kommat, sonscht wird des doch fir dr Läsr saumäßig ahschdrengend.
Walhalla: „Was fir Laser?“
Waltruda: „Noi, jetzt demmr et nomml abschwoifa. Der Rathausschdurm fendet wia jedes Johr am Schmotziga statt, ondzwar um 18:00 Uhr. Vorher isch so ab Viere (16:00 Uhr) Zeit, mit de Jonge zom feira und feschta. Au dia Feurwehr hilft wia jedes Johr mit en haufa Leit aufzombassa, dass nix bassiert. Noch dem Rothausschdurm, goht’s mit älla Narra ab end Tiefgarahsch zur Fasnetsparrdi aber jetzt muaß I hoim“.

Walhalla sah ihr noch eine Weile hinterher und dachte sich still:
„Ond wenn a dem Dag zufällig doch dia Welt ondergoht?“
 
  Seiten: 1