2016
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07.02.2016
NÄRRISCHER SCHABERNACK UND GUGGENMUSIK BEIM OMMZUG
NÄRRISCHER SCHABERNACK UND GUGGENMUSIK BEIM OMMZUG Tausende Narren zogen am Sonntag durch die Innenstadt / Rund 15000 Zuschauer standen Spalier
VON DUNJA BERNHARD Der Raudeburger Ommzug am Fasnetssonntag zog rund 15 000 Zuschauer an die Rundstrecke. 90 Gruppen mit über 3500 Hästrägern sorgten für Stimmung. Anschließend ging es zum Feiern in die Festhalle.
Richtig eng wurde es beim Rottenburger Ommzug am Sonntag nur in der Sprollstraße (Bild) und im oberen Teil der Königstraße. Bild: Sommer
Rottenburg. Lagen am Samstag bei der Straßenfasnet die Temperaturen noch im zweistelligen Bereich und die Sonne lugte hin und wieder hinter den Wolken hervor, fegte am Sonntag zur Umzugszeit ein kalter Wind durch die Gassen. Dieser schien auch die Stimmung abzukühlen. Die Laufgruppen hatten es schwer, die Zuschauer in Bewegung zu bringen.
Vom Rathausbalkon herab moderierten Pompele Lutz Vieweg und Ahland Elmar Wütz das Geschehen. Doch außer „Narri-Narro“ verhallten ihre Narrenrufe unerwidert. Den Umzug erklärten sie – den pädagogischen Tag an einigen

Hopsen half gegen Wind und Kälte
http://www.tagblatt.de/Nachrichten/Tausende-Narren-zogen-am-Sonnt...
Rottenburger Schulen am Schmotzigen aufgreifend – zum pädagogischen Umzug. Schließlich müsse das Weltkulturerbe schwäbisch-alemannische Fastnacht an die Kinder weiter gegeben werden.
Wenn sich der Umzug am Anfang der 1,7 Kilometer langen Strecke in Bewegung setzt, verkürzen Stadtkapelle mit dem Narrenmarsch und Ahlande mit ihrem Tanz die Wartezeit für die Zuschauer auf dem Marktplatz. Denn diesen erreicht der vorausmarschierende Fanfarenzug erst nach einer halben Stunde. Da bleibt noch Zeit, die Freunde zu suchen, mit denen man sich verabredet hat. „Wo bist du?“ fragte eine Frau ins Handy. Um kurz darauf festzustellen, dass die Angerufene hinter ihrem Rücken stand. Beide schauten in entgegen gesetzte Richtungen.
Auf der Tribüne vor dem Rathaus tummelte sich die Prominenz. Oberbürgermeister Stephan Neher und Erster Bürgermeister Volker Derbogen waren wieder als Tannenbäume verkleidet. Doch wo war der dritte Baum? Baubürgermeister Thomas Weigel lief als Bogges beim Umzug mit. Verkehrsminister Winfried Hermann, ein Ur-Rottenburger, wollte wohl mal Abstand vom kommunalpolitischen Alltag gewinnen. Er kam mit Fliegerkappe und Brille als (Bruch-)Pilot. Die Piraten scheinen in Zeiten überfüllter Meere wieder im Kommen zu sein – sei es mit wallend schwarzem Haar und aufwendigem Kostüm, wie bei Grünen-Politiker Daniel Lede Abal, oder in der Sparversion von Ordnungsamtsleiter Markus Braun. Er begnügte sich mit einem Dreispitz auf dem Kopf. Eines war den Ehrengästen sicher: Jede Konfettikanone richtete sich auf sie. Hexen ließen ihre Nebelkerzen und Stinkbomben zielgenau fallen. Gute Sicht aufs Geschehen gibt es eben nicht umsonst.
Eine Augenweide waren die Störche vom Musikverein Grünmettstetten. Sie lockerten mit flotter Musik die hintereinander laufenden Gruppen der Rottenburger Narrenzunft auf. Als die Ahlande vorbei hopsten, hüpften die Zuschauer zwischen „Cafe Bar“ und Haus Katharina mit. Die Bewegung half gegen die Kälte. Die Kiebinger Butzen, zahlenmäßig eine der größten Gruppen, putzten mit Federwedeln die Gesichter der Zuschauer.
Die Heuberger Hexen hatten ihre Kotzschleuder mitgebracht. Bevorzugt steckten sie junge Frauen hinein. Aus ihrem Hexenkessel stank es mächtig. „Oh, nee“ entfuhr es einer Zuschauerin, als der Umzug stockte und der Kesseln vor ihr zum Stehen kam. Eine Badewanne voller Konfetti schoben die Rottenburger Räucherhexen mit. Sie drehte sich wenigstens nicht. Fehlte für ein gemütliches Bad eigentlich nur noch der Schaum. Die Hägeles-Hexen konnten die Zuschauer bisweilen nur erahnen. Die schaurigen Gestalten zogen so effektive Nebelkugeln hinter sich her, so dass die Sicht kurzfristig dahin war. Seit 20 Jahren bereichern

Altpietist aus Reutlingen: Verlasst die Torheit
http://www.tagblatt.de/Nachrichten/Tausende-Narren-zogen-am-Sonnt...
die Freien Narrentreiber Schwahiro mit Guggenmusik die Umzüge der Umgebung. Sie kommen aus Schwalldorf, Hirrlingen und Rottenburg. Auch gestern sorgten sie wieder für gute Stimmung.
Die zahlreichen Musikgruppen gaben dem Umzug Schwung. Während sie anfangs in kurzen Abständen folgten, rissen im hinteren Teil des Zuges immer wieder Lücken auf. Da blieb Zeit, sich ausgiebig den ausgefallenen Häsern zu widmen – wie den Geese (Ziegen) mit dem Bockseppl aus Philippsburg, den Eseln aus Obernau oder den Käsjägern aus Raidwangen.
Die Calwer Berghexen hatten es auf unbehaarte Männerköpfe abgesehen. Glatzen schminkten sie mit schwarzen Herzen und roten Blumen. Die als Clownfische und giftgrüne Quallen verkleideten Mitglieder der Laufgruppe „Freche Früchtchen“ sprühten klebrige Luftschlangen aus der Dose. Auf dieses garstige Verhalten war man bei den niedlichen Gestalten gar nicht vorbereitet. Einige Schritte zurück wichen Frauen bei den Tübinger Steinis. Diese frühzeitlichen Gestalten sahen wirklich abstoßend aus.
Vom närrischen Treiben unbeirrt lief Adam Stecker aus Reutlingen im Umzug mit. Er trug ein Papp-Schild mit der Aufschrift: „Verlasst die Torheit, wählt das Leben.“ Es sei Altpietist, erklärte er. Er sei schon bei mehreren Umzügen dabei gewesen, um die christliche Botschaft zu verbreiten. „Es gibt Besseres als Fasching.“ Er hatte keine Mühe, Abnehmer für seine Flyer zu finden.
Mächtig Krach, besonders dort, wo die Straßen beidseitig von Häusern gerahmt sind, machten die Gruppen, die Ratschen dabei hatten. Die Nelauhexen aus Wendlingen schoben ein mannshohes Exemplar vor sich her. Die Unterjesinger Wengerter bestachen durch Masse. Bei den Rotmäntele aus Hirschau machten schon die Kleinsten Radau.
Nach gut zwei Stunden näherte sich die Stadtkapelle zum zweiten Mal dem Marktplatz. In ihrem Gefolge der Zunftwagen. Aus hoheitsvoller Höhe warfen die Zunfträte händevoll Schokolade unters Volk. Der Ommzug 2016 war zu Ende.
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04.02.2016
Motto des Kinder-Fasnets-Umzugs: „Nur die Harten kommen in den Garten“
Motto des Kinder-Fasnets-Umzugs: „Nur die Harten kommen in den Garten“
Nein, das war wirklich gemein: Da steckte die Sonne gestern Morgen noch ihre Strahlen durch die Wolkendecke und machte den etwa 300 Kindern der Wendlinger Kindergärten Hoffnung auf einen schönen Fasnets-Umzug . . . und dann regnete es am Nachmittag, als hätte sich alles gegen die Fasnet verschworen. Doch richtige Fasnets-Fans lassen sich vom Wetter überhaupt nicht abschrecken. Gemeinsam mit den Nelau-Hexen und den Wen(U)boi versammelten sich die Kids mit Eltern und Erziehern in ihren wirklich schönen, fantasievollen Kostümen an der Lauterschule und konnten es kaum erwarten, dass der Zug sich in Bewegung setzt. Die Hexen trieben natürlich allerhand Schabernack mit den Teilnehmern des Zugs. Begleitet von tollen Fasnets-Hits und Kinderliedern ging der Umzug dann von der Lauterschule durch die Unterboihinger Straße bis zum Treffpunkt Stadtmitte. Schön wäre es ja schon gewesen, wenn am Straßenrand ein wenig mehr Zuschauer gewesen wären. Doch den Kindern geiel ihr Umzug auch so. Und die Party vor dem Treffpunkt war sowieso der Hit. Trotz Regens, den die meisten Kinder auch ohne Regenschirm überstanden. Lothar Schindler, selber ein Wen(U)boi, hielt die Kleinen mit Stimmungshits und Polonaisen in Bewegung. Das Bild links ist eine verregnete Impression vom Umzug mit den Kids von der Kita Kunterbunt, die als Schlafmützen unterwegs waren. Im Bild rechts sind die Piraten vom Kindergarten Hebelstraße zu sehen. sg
 

04.02.2016
Im Bobby Car vors Narrengericht
Im Bobby Car vors Narrengericht
VON SYLVIA GIERLICHS

Durch diese hohle Gasse muss er kommen: Bürgermeister Steffen Weigel versuchte, die Kontrolle über den Ball zu behalten.
Schwungvoll mit den Hexen im Kreis herum hüpfte der entmachtete Schultes auf dem Marktplatz. Und auch Dekan Magino hatte
http://www.ntz.de/nachrichten/wendlingen/artikel/im-bobby-car-vors-n...
Auch in Wendlingen musste der Schultes am Freitagabend die Macht für die nächsten paar Tage abgeben
Wenn der Bürgermeister mit dem PolizeiBobby-Car durch die hohle Hexen-Gasse muss, dann, ja dann ist in Wendlingen bereits das Rathaus gestürmt und in fester Hand der NelauHexen und der Wen(U)boi – ein Entrinnen vor dem Schabernack der Narren ist dann unmöglich.
WENDLINGEN. Die Uhr zeigte so in etwa die 18. Stunde, als eine riesige Nelau-Hexe mit gewaltigen Schritten ins Zimmer des Bürgermeisters im Wendlinger Rathaus kam. Die Rätsche, die sie dabei schwungvoll kreisen ließ, machte einen Heidenlärm. Zur riesigen Freude der Hex. Natürlich. Ziemlich kamplos gab der Schultes seinen Amtssitz und den dazugehörigen Sessel frei und ließ sich – wie immer zur fünften Jahreszeit als Schlafmütze verkleidet – nach unten geleiten, wo eine ganze Hexenschar ihn erwartete.
1 von 211.02.2016 15:38
Nürtinger Zeitung: Im Bobby Car vors Narrengericht scheint’s seinen Spaß . Fotos: Holzwarth

http://www.ntz.de/nachrichten/wendlingen/artikel/im-bobby-car-vors-n...

Doch das war nur die halbe Miete. Einfach so den Rathausschlüssel abgeben und dann meinen, man könnte sich aus der Affäre ziehen, so läuft das bei den Narren natürlich nicht. Gemeinsam mit den Wen(U)boi hatten sich die Nelau-Hexen daher einen Wettkampf ausgedacht, in dem Steffen Weigel mit einer weiblichen Verstärkung und sein Gegenpart Hansjörg Fritz, ebenfalls mit weiblicher Mitkämpferin, gegeneinander antreten sollten. Die Sportgeräte: zwei Bobby Cars. Damit bei diesem Wettkampf auch alles mit rechten Dingen zuging, wurde von Zeremonienmeister Lothar Schindler Dekan Paul Magino zum Schiedsrichter ernannt.
„Jetzt halt amol dei Raffel“, fuhr der Zeremonienmeister, selbst ein Wen(U)boi, die neben ihm stehende Hexe an, die ihm beim Erklären der Spielregeln – Frauen können nun mal nicht anders – ständig dazwischenplapperte. Kaum war die Ordnung also wieder hergestellt, ging es auch schon los: Eine Runde mit dem Bobby Car ums Hexenfeuer. Die Mädels der beiden Teams machten es vor und holten gleich noch aus einem Zuber zwei Fußbälle, die die beiden Männer dann in der nächsten Runde durch die „hohle Gasse“ der Nelau-Hexen treiben sollten. Wie lange das gedauert hat und ob es überhaupt geklappt hat – darüber breiten wir lieber schnell den Mantel des Schweigens. In der dritten Runde den Bobby Car rückwärts durch die Hexengasse zu steuern, okay, das bekamen alle vier wieder ganz gut hin. Und wer hat gewonnen? Paul Magino fällte ein sibyllinisches Urteil und erklärte beide Teams zu Siegern.
Kaum erholt von den sportlichen Strapazen und einer kleinen Tanzeinlage mit den Nelau-Hexen musste sich Steffen Weigel dem Narrengericht stellen, bei dem die „Wahrheit“ ans Licht kommen sollte. Doch Weigel wäre ja nicht der „Größte Hoffnungsträger aller Zeiten“ (eine Eigendeinition), wenn er es nicht schaffte, die Hexen und die Wen(U)boi einzulullen, denn „der größte Narr das bin doch ich“, gestand er ein, um kurz darauf noch eine Schippe draufzulegen: „Eigentlich seid ihr ganz friedlich und auch ganz niedlich . . . ob mit oder ohne Narrenbaum, die Narrenzeit, die ist ein Traum.“ Bei so viel Honig, der den Hexen unter die große Nase gerieben wurde, blieb diesen nur noch, ihren schaurig-schönen Hexentanz aufzuführen, nach dem die Party dann in der Rathaustiefgarage bei angenehmeren Temperaturen weiterging.
 

30.01.2016
Einblick in das Kulturgut „Fasnet“
Einblick in das Kulturgut „Fasnet“

Fasching und Karneval haben bei uns Tradition. Verkleidete Narren und Hexen sind in diesen Tagen ein gewohntes Bild. Doch nicht überall ist dieser Brauch bekannt. Das kann zu Missverständnissen führen. Um erst gar keine Berührungsängste aukommen zu lassen, hat die Wendlinger Narrenzunft sozusagen einen Nachhilfekurs in Sachen Fasnet gegeben. Wen(U)boi Lothar Schindler (rechtes Foto) war deshalb kürzlich im Café Multikulti zu Gast und gab Asylbewerbern einen Einblick in unsere Kultur. Dabei gab er beispielsweise Erklärungen zum Narrenbaum vor dem Rathaus, was am „Schmotzigen Doschtig“ alles passiert oder weshalb die Wen(U)boi weiße Handschuhe tragen. Natürlich durfte eine Erklärung zum Unterschied zwischen der schwäbisch-alemannischer Fastnacht und dem rheinischen Karneval nicht fehlen. Zeremonienmeister Lothar Schindler erläuterte ebenso die Larve und das Häs. Mit zahlreichen Bildern untermalt und ins Englische sowie ins Arabische übersetzt bekamen die Gäste – rund 120 Asylbewerber und 20 Ehrenamtliche – einen ganz guten Eindruck von dem Kulturgut. Mit dem Slogan „Jedem zur Freud, keinem zum Leid“ und dreimal „Nelau He“ verabschiedete sich Lothar Schindler mit der Hoffnung auf ein fröhliches Wiedersehen beim Rathaussturm am kommenden Donnerstag. gki/Fotos: pm
 

30.01.2016
Wen(U)boi und Nelau-Hexen an der Macht
Wen(U)boi und Nelau-Hexen an der Macht
VON GABY KIEDAISCH —

Die Nelau-Hexen (links) sind berühmt und gefürchtet für ihren Hex-entanz. Der wird am Donnerstag natürlich wieder nach dem Rathaussturm auf dem Marktplatz aufgeführt. Die Wen(U)boi treiben ihren Schabernack auch in den Ladengeschäften in der In-nenstadt wie hier (rechts) in der Geschäftsstelle unserer Zeitung. Fotos: Archiv
http://www.ntz.de/nachrichten/wendlingen/artikel/wenuboi-und-nelau-...
Mit Narrenbaumaufstellen und Häsabstauben hat in Wendlingen die Fasnet begonnen – Kindergartenumzug am „Schmotzigen“
Obwohl wir uns inmitten der närrischen Zeit beinden, beginnt der aktive Teil der Wendlinger Fasnet mit dem Narren-Gottesdienst heute Abend in der St.-Kolumban-Kirche. Mit dem Rathaussturm und mit einem großen Fasnetsumzug der Kindergärten am Schmotzigen Doschtig ist der Höhepunkt erreicht, aber damit ist die Narren-Party längst nicht vorbei.
WENDLINGEN. Auch wenn sich die Narrenzunft Wendlingen im Gotteshaus heute Abend natürlich zurückhält, so hat schon allein der Ein- und Ausmarsch in Maske und Häs eine besondere Wirkung – auch während der Eucharistiefeier, wenn Wen(U)boi und Nelau-Hexen dem Wort Gottes lauschen. Sie werden mit ihren Kostümen nicht die einzigen sein, da sich auch die Chorkinder des Jugendchors in närrische Schale werfen. Ein Augen-und musikalischer Ohrenschmaus, den es nicht zu verpassen gilt. Im Anschluss an den Gottesdienst gibt es einen närrischen Umtrunk vor der Kirche.
Seit Mittwoch ist die Innenstadt mit Fasnets-Fähnchen geschmückt. Ein Teil weht bereits seit dem 6. Januar vor dem Rathaus, wo seitdem auch der Narrenbaum aufgestellt ist. Mit dem „Häsabstauben“, an Dreikönig, werden die Kostüme geprüft und erstmals wieder angezogen, womit in vielen Gegenden der schwäbisch-alemannischen Fasnacht ofiziell die fünfte Jahreszeit beginnt. Das geschah recht hälenga (für diejenigen, die
1 von 311.02.2016 15:40
Nürtinger Zeitung: Wen(U)boi und Nelau-Hexen an der Macht des Schwäbischen nicht mächtig sind: heimlich), unter Ausschluss der Offentlichkeit. Soll heißen, keiner wusste über die Aktion Bescheid, außer natürlich die Narrenzunft selbst, die ihn geschmückt und aufgestellt hat, und höchstwahrscheinlich auch das Rathaus. Aber dort hielten alle dicht. Am nächsten Tag stand er plötzlich da. Nanu, ein Narrenbaum!? Wo kommt denn der plötzlich her? Soll heißen: das nächste Mal bitte mit Offentlichkeit, und bitte nicht wieder in einer Nacht- und Nebelaktion. Denn ziemlich alle inden den Narrenbaum toll. Nicht nur, weil er vor dem Rathaus steht, vor dem „Narrenhaus“ wie manche augenzwinkernd sagen (Spaß muss sein). Oder mit dem Leitspruch der Narrenzunft ausgedrückt: „Jedem zur Freud – keinem zum Leid“.

Nelau-Hexen machen mit Besuchen wieder die Häuser unsicher

Info
Narren-Terminkalender
Samstag, 30. Januar, 18.30 Uhr: „Narren“-Gottesdienst in der St.-Kolumban-Kirche mit anschließendem Umtrunk vor der Kirche
Schmotziger Doschtig, 4. Februar, 6 Uhr: die Einwohner werden von den Narren geweckt
16 Uhr: Beginn der Kinder-Narrendisco auf dem Marktplatz
18 Uhr: Rathaussturm mit anschließendem Narren-Programm auf dem Marktplatz
19 Uhr: Fasching in der Rathaus-Tiefgarage mit dem Musikverein Unterboihingen
Samstag, 6. Februar, ab 9 Uhr: Wen(U)boi besuchen die Wendlinger Geschäfte
Montag, 8. Februar, 15 Uhr: Narren besuchen den Rosenmontagsball im MiT (Treffpunkt Stadtmitte)
http://www.ntz.de/nachrichten/wendlingen/artikel/wenuboi-und-nelau-...
ab 20 Uhr: Wen(U)boi starten ihre Tour durch die Wendlinger Kneipen und die Nelau-Hexen machen Hausbesuche
15.30 Uhr: Fasnetsumzug der Kindergärten von der Lauterschule über die Unterboihinger Straße bis zum Rathaus
Gestern haben die Nelau-Hexen mit ihren Hausbesuchen begonnen. Eine Besonderheit weit und breit. In Unterboihingen und Wendlingen hat das seit über 30 Jahren schon Tradition. Das Programm wechselt jedes Jahr. Viel Vorbereitung und Hirnschmalz stecken da drin. In drei Gruppen sind die Nelau-Hexen am Abend unterwegs. Jede Gruppe ist für drei bis vier Besuche, die jeweils circa eine Stunde dauern, zuständig. Ein besonderer Wirbel für Hexen wie Besuchte.
Alle zwei Jahre indet der Kindergartenumzug immer am Schmotzigen Doschtig statt. In diesem Jahr werden noch mehr Kinder mitlaufen, berichtet der Zunftmeister. „Die Resonanz ist riesengroß. Etwa 320 haben sich angemeldet. Also nicht verpassen.“
Auf dem Marktplatz angekommen, startet auch sogleich die Kinderdisco. Musik, tanzen, Spiele, Bewirtung – die Narrenzunft lässt sich jedes Mal etwas Neues einfallen, um das junge wie alte Publikum bei Laune zu halten. Mit von der Partie ist auch der Gesamtelternbeirat der Kindergärten mit einem eigenen Stand.
Höhepunkt an diesem Tag aber ist der Rathaussturm ab 18 Uhr. Da wird wieder der Bürgermeister an die frische Luft gesetzt. Im wahrsten Sinne des Wortes. Bei den Nelau-Hexen geht das ganz einfach: Rein in die Amtsstube, ein bisschen Dschingerassabum und schon rückt der Bürgermeister meist ganz freiwillig den Rathausschlüssel heraus (vielleicht wehrt er sich auch mal ein bisschen) und schwubbdiewupp ist sein Amtssessel von einer Hexe besetzt. Mit Pauken und Trompeten begleitet vom Musikverein wird er dann im
2 von 311.02.2016 15:40
Nürtinger Zeitung: Wen(U)boi und Nelau-Hexen an der Macht Schlepptau aus dem Rathaus auf den Marktplatz geführt, wo das Wendlinger Volk schon gespannt darauf wartet, was Wen(U)boi und Nelau-Hexen sich wieder an Programm ausgedacht haben. Nur so viel: diesmal soll es einen sportlich-närrischen Wettkampf geben. Bei dem Wirbel mit Musik, Hexentanz und Hexenfeuer, da kommt garantiert Stimmung auf – bei Jung und Alt.
http://www.ntz.de/nachrichten/wendlingen/artikel/wenuboi-und-nelau-...

Mit der Rottenburger Fasnet und dem dortigen Umzug, bei dem die Wendlinger Narrenzunft traditionell mitläuft (es standen bereits Fasnetsumzüge auf dem Programm wie in Frommern oder Blaubeuren), endet das närrische Treiben für dieses Jahr. Oder doch nicht ganz? Eben: Am Rosenmontag im MiT wird nochmals die Bude aufgemischt.
 

15.01.2016
Die Fasnet ist in Wendlingen eingezogen
Die Fasnet ist in Wendlingen eingezogen.
Mit dem Häsabstauben am 6. Januar beginnt die schwäbisch-alemannische Fasnet, zu der sich auch die Wendlinger Narrenzunft zählt. Dieses Jahr hat sie erstmals einen Narrenbaum in Wendlingen aufgestellt und zwar an prominenter Stelle – vor dem Rathaus. Geschmückt mit verschiedenen Emblemen soll er zeigen, wer in diesen Tagen das Regiment in der Stadt führt: Nelau-Hexen und Wenuboi. Das Emblem der Narrenzunft fast ganz oben gibt die Losung aus: „Jedem zur Freud, keinem zum Leid“. Das mit bunten Fähnchen geschmückte Tannenbäumchen ziert die Spitze und symbolisiert den Ubergang von der Weihnachts- in die fünfte Jahreszeit. Dass die Stadt nun mit der Narretei durchdrungen ist, das symbolisiert auch das Wendlinger Signet mit den beiden Hexenbesen: eigentlich steht das grüne Blatt für ein durchgrüntes Stadtgebiet inmitten des Ballungsraums Stuttgart, und soll mit seinem Slogan „Am Anfang der Alb“ sozusagen das Tor zur Landschaft der Schwäbischen Alb darstellen. Mit den beiden Besen zusammen bekommt es einen anderen Hintergrund. Ubrigens legt die Narrenzunft Wert auf Nachhaltigkeit: für den Narrenbaum musste nicht wirklich ein echter Baum gefällt werden. Eine Fahnenstange tat’s auch. gki
 
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